scheibster.de - Bekenntnisse eines Raketenwissenschaftlers
signalfeuer.

2008-02-28

Bam!

Ein Reh, das seine Mutter verloren hat.*


Ein Reh, das diesen Krieg nie wollte.


Ein Reh mit einem gefährlichen Freund.



Crossovers, die die Welt bräuchte

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*Selbstverständlich in Vietnam.

2008-02-26

Maybe you can drive my car

Der Rote Baron musste in München bleiben. Das alleine ist keine wirkliche Neuigkeit.

Neu ist der Kompromiss zwischen Vernunft und Leidenschaft, der aus meinem inneren Kampf bei den Überlegungen und Impulsen bezüglich einer neuen und erstmalig verdeckfreien Rakete enststand.

Ringo.*

Ringo wurde heute morgen in zwei Anläufen und unter Verlust eines Teils meines rechten Mittelfingers auf mich zugelassen. Wenigstens habe ich zwei Dinge gelernt: Bürokratie und moderne Medien harmonieren nur suboptimal.

Wenn man gemäß Anweisung im Anschreiben der Versicherung die per E-Mail zugesandte Versicherungsdeckungskarte ordentlich ausschneidet, um dann in der Raketenzulassungsstelle feststellen zu müssen, dass man wegen schlechter Erfahrungen mit ausgeschnittenen und möglicherweise dreist kopierten Versicherungsdeckungskarten den kompletten Versicherungsdeckungskartenbastelwisch hätte mitbringen sollen, so ist das ernüchternd.

Viel ernüchternder ist im Anschluss die Erkenntnis, dass man die gerade unter Einsatz seines Lebens und höchster Gefahr für die eigenen Wurstfinger feingliedrigeren Extremitäten abmontierten Nummernschilder nun wieder anbringen darf, um noch einmal in die Raketenwissenschaftlerhöhle zu fliegen und die Versicherungsdeckungskartenbastelwischreste zu bergen.

Dass dabei Plastikschiebeteile der Nummernschildhaltevorrichtungen ungewollt und verfrüht in eine feste Position rutschen können, ist eine Sache. Dass sie aber auch derart scharfe Kanten haben, dass man bei nur leicht kraftbetontem Herumwurschteln und plötzlichem Hochbeschleunigungsabrutschen sich den Fingerrücken** entfernt, muss eigentlich nicht sein. Echt nicht.***

Nichtsdestotrotz: Jetzt kann der Sommer kommen. Heißa!



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*Ja, Raketen sollten einen Namen tragen, wenn sie einen verdient haben. Ringo wurde in Ingolstadt geboren, Verzeihung, gebaut und ist rot. Weinrot. Zudem rockt er und hat viele Ringe am Kühlergrill, am Kofferraum und auf dem Lenkrad. Und wenn das keine Gründe sind, ihn Ringo zu nennen, was braucht es noch?

**Die gefühlte halbe Hand. Männer sind wehleidig.

***Falls jemand einen halben Liter Null Negativ übrig hat, nur her damit.

2008-02-20

Der Rote Baron

Ich weiß, was ihr sagen wollt, liebe Leser: Zum Bloggen keine Zeit, der Scheibster, aber zum Auto suchen.

Nichtsdestowenigertrotz, auch wenn der Herr Foxi, der ein Kollege von meinem magisch begabten Freund Leif ist und zudem umständehalber Familienkutschenfahrer, das unten abgebildete Kraftfahrzeug wenig liebevoll als "schwuletto Zuhälterkarre"* bezeichnet, so finde ich diesen Wagen toll.

Der Rote Baron, ein schönes verledertes Cabriolet für kleines Geld. Einziger Nachteil: Der Baron wohnt in München und ich über 400 km von dort entfernt. Für einen Trip dort hin werde ich die nächsten zwei Wochen keine Zeit haben, und bei meinem Glück kauft ihn mir bestimmt jemand vor der Nase weg.


Kultig, unrostbar, cruisen mit 177 Pferden: Der Chrysler LeBaron GTC Turbo.

Aber der nächste Sommer kommt bestimmt, und ich will auch einmal eine Rakete ohne Verdeck fliegen.

Grumpf.

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*Die implizite Minderheitendiskriminierung hat er bestimmt nicht so gemeint. Der Herr Foxi ist nämlich eigentlich ein sehr toleranter Familienkutschenfahrer.

2008-02-15

Verzwickt

Verfall von Kultur und Sitten. Ich sage es nur ungern.

"Hensel und Konkretel verirrten sich in Aldi. Weißt du."

Derzeit prangt auf diversen werbeverseuchten Webportalen ein Werbebanner von Wick. Und das hat bei genauer Betrachtung ein ähnliches intellektuelles Niveau wie meine neuzeitlich-multikuturelle Märcheninterpretation.

Das ist sie.



Die Pinguine sind putzig und eine Reise in die Arktis zu verlosen ist nichts Schlechtes? Richtig.

Aber was soll die Verbindung, die hier geschaffen wird? Gewinnen die Pinguine die Reise in die Arktis? Die Eisbären werden sich freuen. Endlich könnten sie auch außerhalb eines Zoos einmal einen saftigen kleinen Pinguin zum Anreichern von Winterspeck nutzen.*

Ha, liebe Werbeleute von Wick, es gibt noch Menschen, die in Erdkunde und Biologie aufgepasst haben. Mein Vorschlag lautet daher entweder den ausgelobten Preis ein wenig anzupassen...



...oder die putzigen Werbeträger zu wechseln. Eisbärenübersättigung hin oder her.



Volksverdummung war gestern! Jawoll.

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*Und Winterspeck braucht einfach jeder in der Arktis.