scheibster.de - Bekenntnisse eines Raketenwissenschaftlers
signalfeuer.

2008-05-18

To infinity... and beyond!

Oder sagen wir mal:

To Wordpress ...and beyond!

Scheibster ist umgezogen. Ehrlich, hier wird nix mehr passieren. Wer RSS abonniert hat, sollte schleunigst seinen Link ändern (-> http://www.scheibster.de/feed/).

Das Design wird natürlich noch angepasst. Und die Auflösung um das große Kistenrätsel gibt's dann auch!

Merksatz fürs Wochenende

Wichtig:

Wenn auf öffentlichen Veranstaltungen Menschen zu rennen beginnen, und zwar nicht nach Hause, sondern vor der Polizei weg, so ist dies ein geeigneter Zeitpunkt, selbst den Heimweg anzutreten.

2008-05-16

Der Raketenwissenschaftler und die geheimnisvolle Kiste

Geheim, geheim. Oder besser: Gemein, gemein!

Ich war bisher zu doof noch nicht in der Lage, herauszufinden, was es mit der glühenden Kiste im rechten Teil des Headers auf sich hat. Leif und Dennis lassen sich feiern und wollen es partout nicht verraten.

Doch was ist es?



Don Molitors kerngeschmolzene Bananenreste?

Genveränderter Kartoffelbrei?

Der Schatz vom Ende des Regenbogens?

Gelber Schnee?

Wer weiß es? Wer es zuerst herausfindet, bekommt einen Preis und darf sich fünf Worte* aussuchen, die ich in ein Gedicht bringen werde.

Leif und Dennis haben auch etwas ausgelobt, sich darüber auch genauso bedeckt gehalten wie über die Bedeutung der mysteriösen Kiste.

Also, ran an den Speck!
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*Four Letter Words fallen dabei leider aus.

2008-05-15

Sein oder nicht. Design!

Die sicherlich geilsten Pixelschieber der Welt, der Dennis und der Leif von signalfeuer.*, haben mir das gebaut, womit meine Leser fortan ihre Augen verwöhnen dürfen. Eine prächtige Ablenkung zudem, falls es mal wieder an Inhalt mangeln sollte!

Wundervoll personalisiert und mit einer Liebe zum Detail gestaltet, wie sie meiner eigenen in bester Manier schmeichelt: Ich gebe offen zu, ich bin verliebt!

Hiermit ganz hochoffiziell einen ganz dicken Dank an Dennis und Leif auch dafür, dass ich mich hier in dem Glanz sonnen darf, den die Zwei auf dem Hammer haben! Wenn Butzbach dereinst das Silicon Valley der Wetterau wird, dann weiß ich, warum.**

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*Jedenfalls sind sie schon prämiert. Da sich das stündlich erweitert, lest ihr es besser bei ihnen nach. Oder auch hier.

**Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass Dennis und Leif zwei halbe Ehefrauen und vier halbe Kinder zu ernähren haben. Neben sich selbst, versteht sich. Da kommt ihnen die Tatsache, dass sie ihr unbestreitbares Talent käuflich und zudem günstigst feilbieten, sicher zugute.

2008-05-14

Geheimprojekt "S"

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus.

Schnallt euch an. Ihr werdet schon noch sehen.

Ich rüste mich bereits für die Begeisterungsstürme.


Die Blaupausen liegen schon bereit!

Spiel's noch einmal, Sam.

Marco von Days Of Fate hat mir einen Stock zugeworfen. In meinem Schrank liegen zwar noch eine ganze Menge unbearbeiteter Holzstücke, aber dieses nehme ich mir jetzt vor.* Vor allem, weil es eine Frage enthält, die ich selbst gerne stelle.

Gesucht sind fünf Songs, die man per Laptop auf die einsame Insel mitnehmen wollte. Warum nur fünf? Der Rest des verfügbaren Speichers ist mit der kompletten Gina Wild-Kollektion E-Books belegt.**

Los geht's:

  1. Queen - Bohemian Rhapsody
    Nicht ausgefallen, aber notwendig.

  2. Lynyrd Skynyrd - Freebird (Outtake Version)
    Es hat keiner gesagt, dass ein Lied nicht auch über zehn Minuten lang sein darf.

  3. Ben Folds - Fred Jones, Part 2
    Ein Klavier und zwei Stimmen reichen für einen der genialsten Songs der Geschichte populärer Musik.

  4. Metallica: Master of Puppets (S&M)
    Abhotten am Strand muss auch drin sein. Und meine Haare werden wachsen!

  5. Led Zeppelin - Kashmir
    Vielleicht gibt's auf der einsamen Insel noch die dazu passenden bewusstseinserweiternden Substanzen. Falls nicht, reicht dieser Song auch.

Ich reiche das mal nicht weiter und erkläre diesen Stock ganz unpopulär zum Selbstbedienungsobjekt.*** Greifensezu!
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*Künstlerische Freiheit oder egoistische Willkür: Trotzdem nicht traurig sein.

**Nicht vergessen: Einsame Insel. Viel Zeit zum Lesen. Und keine Fragen nach Akkulaufzeiten oder Auflademöglichkeiten, denn bestimmt ist das Laptop solarbetrieben, was auf der einsamen Insel auch Sinn macht. Zudem ist dies nur ein Bloggerstöckchen.

***Was immer noch populärer ist, als ihn weiterzuwerfen.

2008-05-13

Beschrankt

Ich hätte gerne einen Schrank
und darin ganz viele Sachen,
wie die Stimme von Horst Frank
und vielleicht Timm Thalers Lachen.

In keinem Falle fehlen sollt'
ein handgezähmter Elefant,
ein Faltklavier aus reinem Gold,
und zum Naschen noch Krokant.

Von der Tower Bridge 'nen Pfeiler,
Mahatma Ghandis Appetit,
und wenn's geht auch noch Liv Tyler,
und 'nen Hut aus Kryptonit.

Wär' der Schrank dann noch nicht voll,
und das ist ziemlich unwahrscheinlich,
hätt' ich gern noch ein Atoll
(nicht Bikini-, das wär' peinlich).

Und sagt jetzt einer: "Vielen Dank,
das ist ja ziemlich unverschämt",
entgegne ich ganz unverbrämt:
Warte bis zum nächsten Schrank!

Fryhsommer

Frau Cara vom Grundwortamt hat die Frühlingslyrikschreiberei offiziell eröffnet. Bitte folgen Sie unauffällig.

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Der Frühling naht mit großen Schritten,
und ist dabei so schnell (als ob er flöge),
dass für den Sommer man ihn halten möge,
jedenfalls so schnell, als wäre er beritten.

Dabei stellt sich gleich die Frage,
wie schnell denn der Frühling sei,
wenn er denn zu Fuße käme (nicht erst im Julei),
und ob Reiten ihm behage.

Und überhaupt ist zu beweisen,
dass der Frühling Reiten kann,
und nicht (wie der gemeine Mann)
vielleicht auch mit der Bahn muss reisen.

Doch wenn er mit dem Auto führe,
und das mit ordentlich Elan,
und man ihn blitzte (vermutlich auf der Autobahn),
ständ' dann der Sommer vor der Türe?

"'Tschuldigung, ich bin der Sommer,
(nicht der von der Telekom),
der Frühling, der kann grad' nicht komm',
der ist bei der Polizei und gibt seinen Führerschein ab."*

Der Frühling kann kein Auto fahren,
würde ich dem Sommer sagen,
nicht einmal an schönen Tagen,
erzähl' mir keine Geschichten (und wenn, dann nur die wahren).

Rot würde Sommer im Gesicht,
wenn ich nach der Wahrheit fragte,
bis der Sommer es gestände (also sagte):
Sein Pferd finde der Frühling nicht!

Somit wäre dann geklärt,
dass der Fühling Reiten kann,
und hin und wieder (dann und wann)
auf Reise geht auch ohne Pferd.

Zudem erklären diese Zeilen,
wie es zu Jahreszeiten kommt,
und bevor das Ende naht (ganz prompt):
Der Frühling sammelt gerne Meilen.

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*Der Sommer konnte noch nie gut dichten. Außerdem weiß er auch gar nicht, dass er gerade in diesem Gedicht auftritt.

2008-05-11

Mutter aller Tage

Spätestens, wenn man nach dem Mittagessen im elterlichen Garten sitzt und aus dem Nachbarhaus mit subtiler, quäkender Aufdringlichkeit Heintje "Mama" trällert,* weiß man, dass Muttertag ist.


Maaaaamaaaaaaaaaa...
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*Wenn man in diesem Moment neben ländlicher Stille höchstens die Geräusche ballspielender Nachbarkinder erwartet, ist das nicht nur eine gruselige, sondern eine traumatische Erfahrung. Ich habe absichtlich alle scharfen Gegenstände aus meiner näheren Umgebung entfernt.

Horst und der Friseur*

Neulich ging Horst die Haare schneiden,
der Haarschneider war nicht zu beneiden.
Er hätte gern 'ne Dauerwelle,
vielleicht auch Strähnchen, aber helle.

Damit säh' er scheiße aus,
sagte der Haarschneider gerad' heraus.
Doch Horst, dem war das alles wurst,
denn er hatte schon sehr mächtig Durst.

Deswegen wollt' er fertig werden, und zwar schnelle,
also Strähnchen, und 'ne Dauerwelle.
Trotz aller Müh' sah Horst am Ende aus
wie 'ne Mischung aus Pudel und A. Winehouse.

Horst war dennoch ganz zufrieden,
hat es geschickt und schlicht vermieden
Trinkgeld dem Friseur zu geben:
Von irgendwas muss Horst ja leben.

So ging Horst aus, ganz frisch frisiert,
hat sich bestens und lang amüsiert,
beim Tanzen, Singen, Zechen,
und Nachbar Klaus vors Auto brechen.

Und wollte jemand komisch gucken,
konnt' Horst nur mit den Schultern zucken.
Denn siehst du echt beschissen aus:
Scheiß' drauf, mach das Beste draus!

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*Versmaß nicht im Lieferumfang enthalten.

2008-05-08

Sommersonnesonnenschein

Draußen scheint die Sonne auf Leute,
sie bräunt und rötet ihre Häute,
und ich sitze im Labor hier fest
und forsche für des Forschungstages Rest.

Gern hätt' ich 'ne Portion UV,
und noch ein Getränk, genau!
Schön gekühlt, so soll es sein,
und am besten Apfelwein.

Dazu noch 'ne gegrillte Kuh,
und eine Wurst, das wär' der Clou.
Ein Eis, das wäre auch sehr fein,
doch Hauptsache 'nen Apfelwein!

Doch anstatt mir Fleisch zu bruzzeln,
tu hundert Blaupausen ich puzzeln.
So schaue ich noch einmal raus:
Wenn's dunkel ist, fahr' ich nach Haus'.

Domänendämon

Weil's so schön ist:

Dieser Ort ist fortan auch über http://www.raketenwissenschaftler.de/ und http://www.scheibster.de/ erreichbar.

Zudem feiern wir zwanzigtausend Hits seit Oktober 2006. Heißa!


"And I think it's gonna be a long, long time..."

2008-05-05

Shopping Time vs. Schoppe im Kopp*

Die USA lösen Probleme seit jeher auf ganz eigene Art. Was ich heute lesen muss, erklärt mir einmal mehr, wie dort ein texanischer Dorftrottel für zwei Amtszeiten zum Präsidenten gewählt werden konnte.

Steigende Kraftstoffpreise treffen mittlerweile auch die US-Bürger, und einige tun dagegen, was sie für richtig halten: Sie beten an der Tankstelle für billigeres Benzin. Wenn sie ein wenig dazu tanzten, so würde der Herr vielleicht ein wenig Hirn vom Himmel werfen. Oder Ingenieure, die sparsamere Autos entwickeln. Und einen Geldscheißer, der ihnen die überteuerten Sparmodelle bezahlt.

Ich bete lieber für ein fallendes Britisches Pfund, denn dann wird sowohl Single Malt günstiger...


Alles Gute kommt von Oban.

...als auch die lustigen Gadgets von Firebox.


Ye shalt be cheaper, and then ye shalt be mine!

In diesem Sinne: Amen!
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*Für alle Nicht-Hessen: "Schoppe im Kopp" ist der regionale Ausdruck für nicht ganz richtig im Kopf. Kommt ursprünglich von zu viel Schoppe petzen (Apfelwein trinken), was bekanntlich zu Kopfe steigt.

2008-05-03

No-one expects the Spanish Inquisition!

Es geht doch nichts über ein gutes gebratenes Stück Fleisch. Allerdings hatte ich angenommen, dass diese Zeiten vorüber seien.


In Bad Nauheim lebt man traditionsbewusst

2008-05-02

Volles H

Erkenntnis des gestrigen Tages:

Die Anzahl der Haare ist bei Männern ein Leben lang gleich. Mit steigendem Alter ändert sich nur die Verteilung auf dem Körper.

2008-04-29

Besuch der alten Dame

Vergangenes Wochenende, schönestes Wetter: Zeit, meine verdeckstrippende Rakete Ringo mit dem Lackstift noch etwas für den Sommer aufzuhübschen.

Noch während ich am Pinseln bin, wackelt eine nette alte Dame den Bürgersteig entlang und bleibt auf meiner Höhe stehen. Sie entschuldigt sich, dass sie mich bei meinen Lackarbeiten stört, und fragt mich, ob ich weiß, wen sie ansprechen könne, wenn sie eine kleine Wohnung suche. So etwa vierzig Quadratmeter. Sie habe eine Eigentumswohnung mit sechzig Quadratmetern, von der sie sich aber gerne trennen würde.

Ich sage ihr, dass ich meine Wohnung im Internet gefunden und zudem und leider keinen blassen Schimmer habe, wen sie ansprechen könnte.

Nach einer höflichen Verabschiedung hätte das Gespräch an dieser Stelle enden können. Genaugenommen hat das Gespräch an dieser Stelle auch geendet, denn was folgt, ist ein Monolog der netten alten Dame, die, so wie sich herausstellt, keine Ahnung von Computern im Allgemeinen und dem Internet im Besonderen hat, von ihrem Mann, einem ehemaligen, offenbar alkoholabhängigen und bereits verstorbenen Professor geschieden wurde, weil er ihr irgendwann eine Assistentin vorzog, sie aber keine neue Beziehung mehr gesucht hat, weil Frauen es ja viel schwerer bei so etwas haben. Männer seien da schneller. Und sie habe das auch nicht gewollt. Ihre Söhne hätten ihr genug Kraft gegeben, leider sei einer von Ihnen mit neunzehn verstorben, kurz nachdem er zum Vater gezogen sei, der ihn ohnehin nur zum Gärtner seines Gartens hätte machen wollen. Der andere Sohn lebe mit seiner Frau und Kind in Paris, aber sie könne es sich kaum leisten, oft dort hinzufahren. Außerdem wolle sie sich ja nicht aufdrängen. Als sie einmal da war, war das Kind krank, und sie kannte sich in Paris ja auch gar nicht aus, deswegen sei sie auch am nächsten Tag wieder abgereist.

"Ja, richtig", und "Hmmm", werfe ich immer wieder ein, seit ich mich nach den ersten fünf Minuten Vortrag wieder der Lackausbesserung zugewandt habe. Ihre Lebensgeschichte, die sie mir so vollkommen ungefragt erzählt, interessiert mich kein Stück. Doch ich habe keine gute Ausrede zur Flucht, und ihr offen sagen, dass sie mir egal ist, bringe ich irgendwie nicht übers Herz.

Ich beginne, zu begreifen, warum sie mir das alles erzählt. Und spätestens, als sie erwähnt, dass sie im Grunde genommen am Rande der Gesellschaft steht, wird mir klar, dass sie einfach niemanden hat, mit dem sie kommunizieren und ihre Sorgen, alltäglich oder nicht, teilen kann. Sie tut mir leid, und ich bin froh, als sie schließlich wieder auf ihre Wohnungssuche zu sprechen kommt, und mir einfällt, sie auf die Telefonnummer meiner Hausverwaltung hinzuweisen.

Sie notiert die Nummer und bedankt sich. Wir wünschen uns gegenseitig noch einen schönen Tag, und ich freue mich ein wenig auf den Rest meiner Lackierarbeiten ohne Zwangsbeschallung.

Doch auch als sie schon eine Weile weg ist, spukt sie mir noch im Kopf herum. Dass sie aus Bad Nauheim einfach nicht wegkomme, obwohl sie eigentlich wollte. Dass ich freiwillig und gerne dort bin, und wie lange das wohl noch so bleiben mag.

Und ob mich dereinst ein ähnliches Schicksal ereilen wird.

2008-04-24

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XXIV

Lange, sehr lange habe ich schon keinen Bericht mehr erstattet aus meinem Raketenlabor. Das lag vor allem daran, dass mein Chef Don Molitor über Wochen hinweg an einem neuen Raketenantriebssystem geforscht hat und nicht wollte, dass davon etwas an die Öffentlichkeit gerät.

Nun bin ich sonst nicht als übermäßig verschwiegen und schon gar nicht als ängstlich bekannt, doch zu Don Molitor sei erwähnt, dass er Pate der Schwäbischen Schupfnudelmafia ist und mit ihm zwar gut Spätzle, aber nicht gut Kirschen essen ist, wenn man ihn oder etwas über ihn verrät, was wiederum eine ganze Menge über ihn verrät.

Unten seht ihr als erste und ganz exklusiv den Genius, den Don Molitor auch in mein Raketenlabor gebracht hat.


Ganz wichtig: Kondensiertes Uran an der Außenhaut, von Laien leicht mit irgendwelchen seltsamen weißen Flecken zu verwechseln

Bioantrieb in Kombination mit Nuklearphysik wird sicher noch eine große Zukunft bevorstehen. Ganz sicher. Die Tatsache, dass die Nuklearbanane von Don Molitor leider in einer unkontrollierten Kernschmelze ihrer kurzen und doch ruhmvollen Existenz ein Ende bereiten würde, hatte ich dem Himmel sei Dank vorhergesehen.

Schon einige Stunden vor der gewaltigen Explosion trug ich deswegen meine Schutzbrille. Mein Raketenwissenschaftlerkollege Commodore Edelstein und Don Molitor konnten bis zur letzten Sekunde mein wissendes Lächeln nicht deuten und wiesen unsere Raketenwissenschaftlerlaborpraktikantin an, ein Foto von mir zu machen, wahrscheinlich, um mich später bei höherer Stelle anzuschwärzen.

Das Schicksal wollte es, dass unsere Raketenwissenschaftlerlaborpraktikantin das Foto genau im Moment der Explosion schoss. Sie ist jetzt zwar blind, aber sie leuchtet wenigstens im Dunklen wegen der vielen Strahlung. Wir lassen sie trotzdem noch bei uns forschen, weil sie uns so oft Schokolade mitbringt.


Bananenkernspaltung, im Volksmund auch gerne "Banana Split" genannt

Auch Commodore Edelstein und Don Molitor haben ganz schön Augen gemacht. Don Molitor hatte kurz zuvor noch selbstsicher einen Espresso darauf verwettet, dass die Nuklearbanane niemals platzen würde. Weil sie eben doch geplatzt ist, müssen wir jetzt innerhalb des Raketenlabors umziehen.

Aber der Espresso war lecker.

Und wer jetzt behauptet, Don Molitor hätte nur eine halb verfaulte Banane in seiner Obstglasschale gehabt, die nicht explodierte, sondern von ihm gegessen wurde, und ich hätte nur Blödsinn mit meiner neuen Sonnenbrille gemacht, der ist ein alter Spielverderber.

Jawoll.

2008-04-21

Searching... Seek and enjoy!

Es ist immer wieder erstaunlich und zudem ein endloser Quell der Freude, wonach Menschen* im Internet suchen. Noch viel erstaunlicher ist es, dass sie dabei auf diesen virtuellen Ort hier stoßen. Die Beantwortung der latent in den Suchbegriffen steckenden Fragen ist für Klugscheißer wie mich eine Selbstverständlichkeit - und ein innerer Reichsparteitag.

"das wachstum des eichhörnchens"
Nun ja: Es wächst wie die meisten anderen Nager und sonstige Lebewesen auch. Erst ganz klein, dann dank Nahrungsaufnahme immer größer und irgendwann tot.** Und nicht wegen übermäßiger Nahrungsaufnahme, sondern wegen Altersschäche oder Gefressenwerden. Bitteschön.

"weisst du was eklig ist?"
Ehrlich gesagt: Nein, weiß ich nicht. Aber wenn Leute mich beim Essen fragen, was ich da gerade esse, mache ich gerne einfach mal den Mund weit auf. Ich glaube, das ist eine gute Näherung.

"10 kronkorken 5 reihen 4 becks"
Mein Tipp: Die Kronkorken und die Reihen weglassen, vier Becks durch zehn Andechs ersetzen und Spaß haben.

"was ist ein miethai"
Nur eine mögliche Erklärung: Ein Miethai wird dann benutzt, wenn man die bösen Nachbarkinder zum vermeintlichen Delfinschwimmen mitnimmt, und sich keinen eigenen Hai leisten kann, oder aber einfach keinen Platz mehr hat, weil der Hauselefant schon so viel Platz wegnimmt.

"riesenglocke"
Bin ich ganz klar dafür. Aber bitte nicht nur eine.


Das muss für heute reichen. Und bitte fleißig weitersuchen, das versüßt mir den Tag!

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*Einen endgültigen Beweis dafür habe ich nicht. Manchmal könnte man glauben, dass extraterrestrische Besucher sich über die Menschheit informieren wollen. Keine gute Idee, das im Netz zu versuchen. Oder die beste überhaupt.

**In exakt dieser Reihenfolge.

Cowboys und langhaarige Raubkatzen

Apropos Glam Rock, Hair Metal und 1990: Die Axtschwinger Pantera brachten in jenem Jahr Cowboys From Hell auf den Markt und gaben schwermetallischer Musik damit eine ganz neue Richtung.

Der Titelsong läuft bei mir derzeit rauf und runter.* Zeitlos kraftvoll, ideal, um damit mit offenem Verdeck durch die Gegend zu düsen.

Rock!



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*Guitar Hero sein Dank.

2008-04-20

Schrei, Baby, schrei!

Neulich in Würzburg gab es für mich wie schon erwähnt nicht nur lecka Bier in allerfeinster Vielfalt, sondern auch üble Schmerzen beim nicht übermäßig reflektierten Kontakt von Kaltwachsstreifen mit meinem liebevoll kultivierten Brusthaarteppich.

Ich selbst war mangels eines zusätzlichen Paares schmerzunabhängig agierender Teleskoparme nicht in der Lage, diese Tortur fotografisch festzuhalten. Jedoch ist dies dem ebenfalls anwesend gewesenen Lichtträger gelungen, auch ohne Teleskoparme.

Und ich musste beim Anblick unvermittelt an den Herrn Munch und sein Kunstwerk denken. Denn genau so hat es sich angefühlt.


Schrei, wenn du kannst...

2008-04-18

Poisonous Memories

Damals, 1990, kurz bevor in der Gitarrensparte die Langhaar-Dauerwellen-Rocker von ein paar Jungs aus Seattle abgelöst wurden, brachte die wiederholt drogenproblemgeschüttelte Formation Poison ihr drittes Studioalbum Flesh & Blood heraus.

Ich noch sehr adoleszenter Raketenwissenschaftler wurde zu jener Zeit vor allem von der Singleauskopplung Unskinny Bop angezogen und zum Kauf des Albums (damals noch als MC) verführt.*

Das Album enthielt auch eine Ballade, die es mir sehr angetan hatte, mir erst kürzlich wieder in des Lichtträgers Automobil entgegenschallte und damit eine Reihe von Erinnerungen wachrüttelte: Someting To Believe In.

Man mag über Hair Metal denken, was man mag, und diesem Stück vorwerfen, dass es mainstreamig, überproduziert und irgendwie kitschig ist: Ich mag es trotzdem, oder vielleicht gerade deswegen.

Am besten bildet sich jeder seine eigene Meinung. Schönes Wochenende!


"And it just makes me wonder why so many lose, so few win..."

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*Es begleitete mich bis nach Irland, wo ich während eines Schüleraustausches und bei Pizza (man wollte etwas typisch deutsches kochen) zusammen mit meiner Gastfamilie die deutsche Wiedervereinigung erlebte - im TV.

2008-04-17

Freudiotie

Erkenntnis des Tages:

Wer einen feucht-fröhlichen Abend mit vier attraktiven jungen Schwedinnen sausen lässt und statt dessen auf einen Polterabend geht, ist entweder ein wirklich guter Freund* oder ein waschechter Idiot.**

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*Ein wirklich guter Freund derer, die da poltern.

**Möglicherweise besteht auch kein Interesse an attraktiven jungen Schwedinnen, aus welchem Grund auch immer. Oder die zu erwartenden Drogen sind auf dem Polterabend besser. Aber die vollständige Argumentationskanonade würde den Kurz-und-knackig-Charakter der Aussage verderben. Da schreibe ich doch lieber Fußnoten, die viel länger sind als der eigentliche Text.

[edit] Zudem muss festgestellt werden, dass der, der einen zu einem feucht-fröhlichen Abend mit vier attraktiven jungen Schwedinnen einlädt, ein wirklich guter Freund sein muss. [/edit]

2008-04-14

Wocheneinkauf

Blöde: Wieder nicht alles bekommen.


Da hilft auch die Sommerzeit nicht.

2008-04-11

Traum und Schatten

Ich* traf sie vor einigen Jahren in einer kleinen Cocktailbar in meiner kleinen Stadt. Oder vielmehr: Sie traf mich. Erkannt hätte ich sie auf den ersten Blick nicht mehr.

"Hi, I'm Martina!** Do you remember me?"

Ob ich sie noch aus der Schule kenne, fragt sie mich. Ihr Deutsch habe sie ja so sehr verlernt in den ganzen Jahren.

Selbstverständlich erinnere ich mich. Martina. Was war ich verknallt in sie, damals, in der sechsten Klasse. Lutscher und Karamelbonbons vom Bahnhofskiosk habe ich ihr mitgebracht. Meine erhoffte Wirkung hatte das nicht. Trotzdem war ich traurig, als sie die Schule verließ. Warum sie ging, habe ich vergessen.

Ihre Eltern trieben sie damals sehr an. Ein erfolgreiches Model sollte sie werden, und anfangs, ja, anfangs sah es so aus, als würden sich die ganzen Qualen, die Zahnkorrekturen und das Fettabsaugen am Ellenbogen auszahlen. Weltbestes Nachwuchsmodel war sie mal, die Bild und der Stern berichteten. Doch irgendwann, irgendwann wurde es still um Martina. Die Medien konzentrierten sich auf andere Personen und Dinge. Ihr Vater wurde wegen Hinterziehung im großen Stile aus seinem Job entlassen.

Und jetzt steht sie vor mir, Martina, mein Frühstjugendschwarm, die braune Mähne verwuschelt, die braunen Augen immer noch schön, aber mir irgendwie fremd. Erzählt mir in einer wilden Mixtur aus Englisch und Deutsch von ihrem Modelleben, von Glanz und Glamour und Koksparties mit Mickey Rourke.

"Would you buy me a drink?" fragt sie mich schließlich. Auf meinen fragenden Blick erwidert sie, dass sie ja selbst zahlen würde, aber kein Geld dabei habe. Als ich freundlich ablehne, verabschiedet sie sich und geht weiter. Sie geht weiter und fragt nach Drinks, so ziemlich alle, die sich in der kleinen Cocktailbar aufhalten.

Ich will sie fragen, was aus dem chaotischen Mädchen geworden ist, dass auch ohne OPs und kosmetische Korrekturen wunderschön war, im Sommer im Freibad lag und gerne Front 242 hörte. Ob sie merkt, dass der Traum ihrer Eltern, den zu leben sie gezwungen wurde, zu ihrem Lebensalbtraum geworden ist. Und was das jetsettende Model denn eigentlich in dieser kleinen Stadt sucht, so nahe ihrer bürgerlichen Heimat.

Aber ich lasse es sein.

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*Nun, eigentlich nicht ich. Aber sie kenne ich trotzdem, und der Rest ist auch nicht erdacht.

**Sie heißt natürlich nicht Martina. Aber die Wahrheit ginge einfach ein wenig zu weit.

2008-04-10

Mindesthohn

Gerade eben muss ich lesen, dass der niedrigste tariflich festgeschriebene Stundenlohn in Deutschland genau 3,06 Euro beträgt. Gezahlt wird das als Berufsanfängersalär im Friseurhandwerk in Neufünfland.

Für einen angenommenen achtstündigen Arbeitstag entspicht das knapp fünfundzwanzig Euro.

25 Euro. Brutto. Für Blasen an den Fingern* und Haare in den Schuhen.

Mit Verlaub, dafür würde ich noch nicht einmal abends meinen Wecker einschalten, selbst wenn ich die niedrigeren ostdeutschen Lebenshaltungskosten hätte. Wenn man in solch einem Fall nicht Barbier aus Leidenschaft ist, so scheint die Alternative, im hartzfinanzierten, verschmuddelten Sportdress werbefinanziertes Unterschichten-TV zu schauen und mehr Kinder in die Welt zu setzen als Bundesbevölkerungswachstumsministerin Ursula von der L. mehr als attraktiv.

Das motiviert mich ein wenig mehr, es doch mal in der Politik zu versuchen. Zunächst bleibt es aber beim Aufruf, mehr in Mecklenburg-Vorpommern zum Friseur zu gehen.

Kriegt man für 3,06 Euro heute eigentlich noch einen BigMäc?

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*25 Euro für Blasen ohne Finger wäre aus Kundensicht ein durchaus fairer Preis. Pfui.

Memory Holes

Mann oh Mann. Nachdem ich mich gestern um mein Herz gesorgt habe, ist heute mein Hirn an der Reihe.

Da glaubt man fest, den Rakentlaborclubausweis im Raketenwissenschaftleranzug von gestern gelassen zu haben,* um dann zu entdecken, dass man ihn schlicht auf dem Labortisch hat liegen lassen.

Und das, nach dem man gestern den ganzen Tag an den Geburtstag eines Freundes dachte, es bis zum ins Bett gehen aber trotzdem versäumte, ihm irgendeinen Geburtstagsgruß zukommen zu lassen. Happy Birthday, Oli! Dann eben nachträglich.

Schließlich öffnet man sein verstaubtes Blogcounterkonto, um zu erkennen, dass man schon mal gelinkt wurde und es noch nicht einmal merkte. Danke an dieser Stelle an DonAlphons für die netten Worte über Alfonso, den dicken Koch.

Falls jemand andere Vorschläge zur Performanceverbesserung meiner desolaten grauen Masse hat als zehn Stunden Schlaf am Stück, bewusstseinserweiternden Drogen oder Doktor Hashimashiwashis Hirnjogging: Nur her damit!

[edit] Ich habe vergessen, was ich eigentlich schreiben wollte. Sogar diesen Satz, dass ich vergessen habe, was ich schreiben wollte, habe ich vergessen. Grumpf. [/edit]

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* Dass mein doch sehr modernes Raketenlabor diese Clubausweise den mitforschenden Raketenwissenschaftlern noch nicht als RFID-Chip hat einpflanzen lassen, finde ich ziemlich blöde. Als könnte man sein Hirn nicht auch anders fit halten. Nun, offenbar ja nicht.

2008-04-09

Betablogger statt Betablocker

Oh, wie schön ist doch das Leben als Betablogger! Denn wie man jüngst im Netz lesen durfte, sind die Topblogger global unter Stress und auch noch schlechter ernährt als andere.

Ständig am Puls der Zeit sein und täglich qualitativ hochwertigen Output liefern zu müssen hat offenbar auch schon Bloggerleben gekostet. Ich selbst kann nur bestätigen, dass ein erhöhtes Interesse an meinem Geschreibsel und daraus resultierender (und durchaus selbstgemachter) Drang, so oft wie möglich etwas zu posten, schon zu der ein oder anderen Schreibblockade und -pause geführt hat, weil mir schlicht die Leidenschaft für dieses Hobby druckbedingt abhanden gekommen war.

Also, immer schön die Rakete flach halten, das schont das Herz!*

___________________
* Ja, darum mache ich mir bereits Gedanken. Mein Verfallsdatum ist seit zwei Jahren überschritten, alles, was jetzt noch kommt, ist Bonus!

Horst und das Abendbrot

Neulich, bei wunderschönstem Abendrot
schmiert sich Horst sein Abendbrot.
Er belegt es mit der Lieblingswurst
und macht sich Tee gegen den Durst.

Schließlich dann geht er wie immer
mit dem Mahl ins Fernsehzimmer,
denn dort wartet - ja, genau,
das Canapée und der TV.

Auf dem Weg sieht er im Garten
ein Reh auf irgendetwas warten.
Just schlinget sich die Hundeleine
vom Halse baumelnd um Horsts Beine.

Mit der Leine, der vom Hunde,
dreht Horst gerne eine Runde,
doch ist es leichthin einzusehen:
Verheddert stört das arg beim Gehen.

Von der Leine so beengt,
die in den High Heels sich zudem verfängt
kommt Horst ganz schön schnell ins Trudeln,
und verflucht die Rehe gleich in Rudeln.

Doch geht es Horst wie jüngst beim Tanz:
Er fällt mit wenig Eleganz
über das heißgeliebte Canapée,
und verschüttet auch den heißen Tee.

Vom flücht'gen Tee den Arm verbrannt,
Gabel im Fuß, Messer in der Hand,
taumelt Horst durchs Fernsehzimmer:
"Scheiße auch, alles wie immer!"

Schließlich bleibt er stehen und wischt
die Wurst sich aus flugs dem Gesicht,
schnappt sich noch den alten Spaten
und jagt das Reh durch seinen Garten.

Doch dank Horsts schlechter Kondition
endet bald die Rehhatz schon.
Nach kurzem Blick auf Horst und Spaten
verlässt kopfschüttelnd das Reh den Garten.

Horsts Wunden hören auf zu bluten,
eine Wende scheint dies - hin zum Guten.
So geht denn Horst ins Haus zurück,
und ordert Pizza: "...fuffzehn Stück!"

2008-04-08

Horst und der nächste Morgen

Gestern hat's Horst krachen lassen,
und kann es heute selbst kaum fassen,
dass er in einem Stück nach Haus' gekommen;
noch immer ist Horsts Welt verschwommen.

Horstens Wecker zeigt halb vier,
aus Horstens Mund hängt Klopapier.
Wieso, denkt Horst zum Spiegel schauend
und auf dem Klopapiere kauend.

Sein Kajal ist arg verschmiert,
auch die Frisur ist ruiniert.
Den Kopf darunter kurz vorm Platzen,
muss Horst sich mal am Hintern kratzen.

Horst stellt fest, dass dort was klemmt,
doch ist es nicht sein Unterhemd.
Denn eines, das ist wirklich wahr:
Viel lieber trägt der Horst BH.

Horsts Blick fällt auf 'nen leeren Fleck:
Seine Zahnbürste ist weg!
Horst sieht in all dem keinen Sinn
und setzt sich darauf erst mal hin.

Nun wird Horsti sehr schnell klar,
wo seine Zahnbürste doch war!
Es fällt ihm glatt ein Stein vom Herzen,
trotz der rückwärtigen Schmerzen.

Als er die Zahnbürste gefunden,
steht für Horst fest, ganz unverwunden,
sich nie mehr derart zu berauschen
und vorn und hinten zu vertauschen!

2008-04-07

Wanderer, kommst du nach Würzburg

Am Wochenende gab es einen Abschied. Ein junger Mann sucht sein Glück, und seine Freunde müssen ihm vorher noch zeigen, was wahres Glück bedeutet.

Wahres Glück sind ein Bierkeller mit achtzehn Sorten vom Fass, weiteren siebzig aus der Flasche, ein gutes Schnitzel und zwanzig Kaltwachsstreifen.

Was man daraus so alles machen kann, habe ich unter Einsatz meines Lebens dokumentiert.


Ein Mexikaner kennt keinen Schmerz.

Was man damit noch so alles machen kann, habe ich unter Aufopferung einer Vielzahl von Brust- und Armhaaren und mit reger Beteiligung des Bedienungspersonals selbst durchlitten erlebt. Lasst euch eines gesagt sein: Eine Landebahn durch das Naturbrusthaartoupet schmerzt nicht nur über Gebühr, es sieht auch furchtbar albern aus.

Ehrlich.

2008-04-05

Horst und der Tanz

Jetzt ganz schnell noch ein Gedicht,
bevor die Nacht hereinebricht.
Brechen, dass muss Horst gleich auch,
füllt Eierlikör doch seinen Bauch.

Das alleine wär' nicht schlimm,
auch sonst hat Horst sehr viel Benimm.
Doch tanzen kann Horst nicht sehr gut,
und braucht dafür meist viel Mut.

Mit High Heels und mit Perlenketten
kann Horst sich nicht vorm Angstschweiß retten.
Da hilft nur eines, quel malheur,
ein guter Schluck von dem Likör.

Doch Horst lässt's dabei nicht bewenden,
und so was kann nur böse enden.
Die dritte Flasche ist geleert:
Der Mut ist bei Horst eingekehrt.

Noch bevor die Bühne Horst erreicht,
wirkt sein Gesicht gar ausgebleicht.
Horst sucht noch der Natur zu trotzen,
und muss trotzdem erst mal kräftig kotzen.

Die High Heels hin, das Kleid gerissen,
der Abend läuft für Horst beschissen.
Doch der Horst, der hat gut lachen,
muss er doch hier nicht sauber machen.

Er rülpst noch mal ganz ungeniert,
wird aus dem Saal komplimentiert,
fällt draußen hin, und nicht zu sacht,
und kriecht weiter in die Nacht.

Ist Horst auch ziemlich ramponiert,
eines, das hat er kapiert:
Mach' ums Jetzt dir keine Sorgen,
viel schlimmer wird der nächste Morgen!

2008-04-04

Der Hase und die Blume

Einst schnupperte ein kleines Häschen
an einer Blume mit dem Näschen.
Doch auf einmal, ach oje,
tat seine Nase ganz schön weh.

Schließlich schaut es ganz verdutzt,
als es sich die Nase putzt:
Seine Pfötchen, die sind rot von Blut -
das findet Hasi gar nicht gut.

Es will sich just am Kopfe kratzen,
da hört es laut die Blume schmatzen.
Sie kaut genüsslich ein Stück Nase,
und das sieht aus, als sei's vom Hase.

Das kommt so gut wie gar nie vor,
doch ist 'ne Blume karnivor,
und vielleicht auch noch etwas gerissen,
dann kann's sein, man wird gebissen.

Da schwört das Hasi Krieg den Blüten,
fängt in den Blumen an zu wüten.
Chlorophyll in jede Richtung spritzt,
als in Hass in Hasis Augen blitzt!

Und beim in den Blumen Toben
schlägt Hasis Schicksal zu - von oben.
Ein Adler ist's, und er sucht Futter,
denn der Adler ist 'ne Adlermutter.

Und wird's auch bald im Horste liegen,
so kann Hasi jetzt noch fliegen,
nach and'ren bösen Blumen gucken,
und von hier auf ihre Köpfe spucken.

Und die Moral der vielen Blüten:
Du solltest dich sehr davor hüten
über kleine Dinge dich zu sorgen,
dann bleibt das Große dir verborgen.

2008-04-03

Horst und das Reh

Heute überkam mich ein guter Gedanke, wie ich meinen Weg an diesen Ort hier zurückfinden kann. Wenn mir einfach nichts einfallen mag, was ich schreiben* kann, so werde ich schlicht ein wenig dichten.

Dichten geht einfach immer.

**********************************

An der Ecke steht ein Reh
und Horst sitzt auf dem Canapée.
Horst sitzt da und schaut TV
und trägt die Kleider seiner Frau.

Mit Horsts Frau, da ist es aus,
denn sie schläft mit Nachbar Klaus.
Horsts Frau nahm Hund und BMW,
und Horst behielt das Canapée.

Und die Kleider, das ist wichtig,
dies findet Horst auch so ganz richtig.
Horst schminkt sich gern die Augenlider,
seine Frau, die war ihm eh' zuwider.

Sie konnte nicht mal richtig kochen,
und hat auch ziemlich streng gerochen.
So sitzt Horst auf dem Canapée
und zappt zurück zur ARD.

Um den Hals die Hundeleine
rasiert sich Horst auch gern die Beine,
lieber als die von seiner Frau,
oder von Klaus, der alten Sau.

Sein Canapée ist sehr bequem,
das ist für Horst sehr angenehm.
Doch das Reh weiß nichts von Horst
und geht zurück in seinen Forst.

_________________
*Das Lesen meiner Blogroll ist ein anderes Problem, da ich mir Zeit und Muße dafür eben nicht aus den Rippen schneiden kann wie der Herr dem Adam einst die Eva.

[edit] Oh, und ganz nebenbei: Am heutigen Tage sind es genau zwei Jahre, die ich meine Schreibblockaden öffentlich zugänglich mache. Darauf einen Dujardin! [/edit]

2008-04-01

Whenever life gets you down, Mrs Brown...

...

"I get paid for doing my job, not for loving it."

So isses eben gelegentlich.

2008-03-23

Frostern

Wow. Die Zeit verfliegt, und wenn man erst einmal ein wenig uninspiriert oder anderweitig beschäftigt ist, erscheint es, als hätte man Äonen außerhalb der Blogosphäre verbracht.

Das muss sich ändern, und als neuer Grundstein mögen die frohen Ostergrüße dienen, die ich allen da draußen an dieser Stelle und hiermit feierlichst überbringen möchte.

Die Frage, was aus den nicht gefundenen Ostereiern geworden ist, beantwortet das unten stehende Suchbild.


Wanderer, kommst du an die Usa...

2008-02-28

Bam!

Ein Reh, das seine Mutter verloren hat.*


Ein Reh, das diesen Krieg nie wollte.


Ein Reh mit einem gefährlichen Freund.



Crossovers, die die Welt bräuchte

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*Selbstverständlich in Vietnam.

2008-02-26

Maybe you can drive my car

Der Rote Baron musste in München bleiben. Das alleine ist keine wirkliche Neuigkeit.

Neu ist der Kompromiss zwischen Vernunft und Leidenschaft, der aus meinem inneren Kampf bei den Überlegungen und Impulsen bezüglich einer neuen und erstmalig verdeckfreien Rakete enststand.

Ringo.*

Ringo wurde heute morgen in zwei Anläufen und unter Verlust eines Teils meines rechten Mittelfingers auf mich zugelassen. Wenigstens habe ich zwei Dinge gelernt: Bürokratie und moderne Medien harmonieren nur suboptimal.

Wenn man gemäß Anweisung im Anschreiben der Versicherung die per E-Mail zugesandte Versicherungsdeckungskarte ordentlich ausschneidet, um dann in der Raketenzulassungsstelle feststellen zu müssen, dass man wegen schlechter Erfahrungen mit ausgeschnittenen und möglicherweise dreist kopierten Versicherungsdeckungskarten den kompletten Versicherungsdeckungskartenbastelwisch hätte mitbringen sollen, so ist das ernüchternd.

Viel ernüchternder ist im Anschluss die Erkenntnis, dass man die gerade unter Einsatz seines Lebens und höchster Gefahr für die eigenen Wurstfinger feingliedrigeren Extremitäten abmontierten Nummernschilder nun wieder anbringen darf, um noch einmal in die Raketenwissenschaftlerhöhle zu fliegen und die Versicherungsdeckungskartenbastelwischreste zu bergen.

Dass dabei Plastikschiebeteile der Nummernschildhaltevorrichtungen ungewollt und verfrüht in eine feste Position rutschen können, ist eine Sache. Dass sie aber auch derart scharfe Kanten haben, dass man bei nur leicht kraftbetontem Herumwurschteln und plötzlichem Hochbeschleunigungsabrutschen sich den Fingerrücken** entfernt, muss eigentlich nicht sein. Echt nicht.***

Nichtsdestotrotz: Jetzt kann der Sommer kommen. Heißa!



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*Ja, Raketen sollten einen Namen tragen, wenn sie einen verdient haben. Ringo wurde in Ingolstadt geboren, Verzeihung, gebaut und ist rot. Weinrot. Zudem rockt er und hat viele Ringe am Kühlergrill, am Kofferraum und auf dem Lenkrad. Und wenn das keine Gründe sind, ihn Ringo zu nennen, was braucht es noch?

**Die gefühlte halbe Hand. Männer sind wehleidig.

***Falls jemand einen halben Liter Null Negativ übrig hat, nur her damit.

2008-02-20

Der Rote Baron

Ich weiß, was ihr sagen wollt, liebe Leser: Zum Bloggen keine Zeit, der Scheibster, aber zum Auto suchen.

Nichtsdestowenigertrotz, auch wenn der Herr Foxi, der ein Kollege von meinem magisch begabten Freund Leif ist und zudem umständehalber Familienkutschenfahrer, das unten abgebildete Kraftfahrzeug wenig liebevoll als "schwuletto Zuhälterkarre"* bezeichnet, so finde ich diesen Wagen toll.

Der Rote Baron, ein schönes verledertes Cabriolet für kleines Geld. Einziger Nachteil: Der Baron wohnt in München und ich über 400 km von dort entfernt. Für einen Trip dort hin werde ich die nächsten zwei Wochen keine Zeit haben, und bei meinem Glück kauft ihn mir bestimmt jemand vor der Nase weg.


Kultig, unrostbar, cruisen mit 177 Pferden: Der Chrysler LeBaron GTC Turbo.

Aber der nächste Sommer kommt bestimmt, und ich will auch einmal eine Rakete ohne Verdeck fliegen.

Grumpf.

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*Die implizite Minderheitendiskriminierung hat er bestimmt nicht so gemeint. Der Herr Foxi ist nämlich eigentlich ein sehr toleranter Familienkutschenfahrer.

2008-02-15

Verzwickt

Verfall von Kultur und Sitten. Ich sage es nur ungern.

"Hensel und Konkretel verirrten sich in Aldi. Weißt du."

Derzeit prangt auf diversen werbeverseuchten Webportalen ein Werbebanner von Wick. Und das hat bei genauer Betrachtung ein ähnliches intellektuelles Niveau wie meine neuzeitlich-multikuturelle Märcheninterpretation.

Das ist sie.



Die Pinguine sind putzig und eine Reise in die Arktis zu verlosen ist nichts Schlechtes? Richtig.

Aber was soll die Verbindung, die hier geschaffen wird? Gewinnen die Pinguine die Reise in die Arktis? Die Eisbären werden sich freuen. Endlich könnten sie auch außerhalb eines Zoos einmal einen saftigen kleinen Pinguin zum Anreichern von Winterspeck nutzen.*

Ha, liebe Werbeleute von Wick, es gibt noch Menschen, die in Erdkunde und Biologie aufgepasst haben. Mein Vorschlag lautet daher entweder den ausgelobten Preis ein wenig anzupassen...



...oder die putzigen Werbeträger zu wechseln. Eisbärenübersättigung hin oder her.



Volksverdummung war gestern! Jawoll.

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*Und Winterspeck braucht einfach jeder in der Arktis.

2008-01-31

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XXIII

Im Gegensatz zu letztem Jahr habe ich dieses Jahr mitgedacht. Jawoll. Weil heute Weiberfastnacht war, habe ich ein Krawattenmodell aus den Tiefen meines Raumanzugspindes geholt, dass ich wegen des toten Winkels unterhalb meines Kinns glücklicherweise (und ganz im Gegensatz zu meinen Raketenwissenschaftlerkollegen) nicht den ganzen Tag im Blickfeld hatte. "Augenkrebs Alaaf" hätte ich gerne gerufen und dabei ein paar Bonbons - Verzeihung - Kamelle in die Runde geworfen, aber ich konnte mich gerade noch so zurückhalten.*

Und es kam, wie es kommen musste: Genau die Raketenwissenschaftlerkollegin, von der ich glaubte, dass sie Jagd auf die Raketenwissenschaftlerkrawatten machen würde, erlegte die optische Frechheit, die ich mir um meinen Hals geschnürt hatte. Beim Anblick der von hinter meinem Rücken wie aus dem Nichts auftauchenden Schere glaubte ich zunächst noch an einen heimtückischen Mordversuch, ergab mich jedoch nach kurzer Gegenwehr meinem Schicksal.


Noch im Schockzustand: Raketenlabor, 18 Uhr 15. Die Frisur hält, die Krawatte nicht.

Mein Raketenwissenschaftlerkollege Dr. Edelstein hat es ein wenig schlauer gemacht: Zum einen hatte er schon mal gar keine Krawatte angezogen und sich zudem kurz nach der Mittagspause mit einem leidenschaftlichen "Wer ist eigentlich dieser Köln?" Richtung Düsseldorf verzogen, um dort zünftig Weiberkarneval zu feiern.

Auf dieses Ereignis muss er sich schon seit einigen Tagen mental vorbereitet haben. Ansonsten hätte er auch nicht mit seinem messerscharfen Verstand unten gezeigtes Objekt als Känguruhkrawatte enttarnen können, während jeder andere noch glaubte, es handele sich um eine Zebraserviette.



Und wer dem Dr. Edelstein jetzt einfach nur Wortfindungsstörungen unterstellt, ist ein alter Spielverderber.

Jawoll.

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*Ganz richtig, ich bin immer noch Faschingsmuffel. Und Karneval mag ich auch nicht. Dass ich mittlerweile von dem Faschingsverein, für dessen Show- und Männerballett ich Musik schneide und bei deren Programm sogar ich mich köstlich amüsiere, einen Orden bekommen habe, sollte ich meiner Glaubwürdigkeit zuliebe eigentlich verschweigen. Was soll's.

2008-01-24

Böse Börse

Wer derzeit mit einem Teil seines Vermögens am Aktienmarkt investiert ist, erlebt täglich ein Wechselbad der Gefühle.

Um zu verstehen, was dort eigentlich passiert, muss man eine ganze Menge Erfahrung haben, besonders schlau sein, oder auch beides. Ersatzweise kann man sich auch folgenden genialen Sketch von John Bird und John Fortune anschauen, in dem die beiden auch als "The Long Johns" bekannten Komiker mit gut recherchierten Zitaten und beißendem Zynismus die Marktmechanismen und die Subprime-Krise auf die Schippe nehmen.


"And that's what we call market sentiment." Acht Minuten, die keiner bereuen wird.

2008-01-23

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil XXII

Auch für einen Raketenwissenschaftler ist heutzutage funktionierende Informationstechnologie Grundvoraussetzung dafür, Raketen zu erforschen oder gar zum Fliegen zu bringen.

Da die wissenschaftliche Arbeit sehr hohen Stellenwert genießt, darf die Raketenwissenschaftlerzeit selbstverständlich nicht mit Herumfriemeln am Raketenwissenschaftlerforschungslaptop vergeudet werden. Das machen dann solche, sie sich vermeintlich damit auskennen.

Früher hieß die Firma, an die mein Raketenlabor* die Hard- und Softwareschrauberei ausgelagert hat, anders als heute. Der Name wurde von meinen Raketenwissenschaftlerkollegen auch gerne und liebevoll mit "Service ist nicht unsere Sache"** interpretiert.

Diese Interpretation war wohl in gewissem Maße zutreffend, denn vor nicht allzu langer Zeit wurde eben jene Firma von einer anderen gekauft.*** In diesem Zuge wurde auch der Name geändert: Der neue Euphemismus lautet nun "SupportPlus", und schon beim Betrachten der Telefon-Hotline-Nummer wird deutlich, wo der geneigte und früher oder später verzweifelte Anrufer landen wird.


IT-Support vom Fürst der Finsternis persönlich.

Dass es beispielsweise nicht mehr ganz auf der Höhe der Zeit ist,**** neue Software mit Hilfe eines von der Intranetseite des IT-Supports heruntergeladenen, ausgedruckten, ausgefüllten, doppelt unterschriebenen und einfach legalisierten und anschließend an den IT-Support per Post (!) versandten Antragsformular an die endanwendenden Raketenwissenschaftler zuzuweisen, ist eben jenen spätestens beim zweiten Male gleich, vorausgesetzt, es funktioniert wenigstens irgendwann und irgendwie.

Ich muss aber anerkennen, dass die Erfahrungen mit "SupportPlus" überaus förderlich für Demut und Bescheidenheit sind: Werte, die meines Erachtens in der schnelllebigen und profitorientierten Gesellschaft der Gegenwart einen viel zu stiefmütterlich behandelten Stellenwert eingenommen haben.

Und wer jetzt glaubt, dass ich unbedingt Administratorrechte auf meinem Raketenwissenschaftlerforschungslaptop haben möchte, der hat Recht. Und zwar ganz schön dolle.

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*Oder wenigstens eine Hälfte meines Raketenlabors.

**Wer damit nichts anfangen kann, schätze sich glücklich. Ehrlich.

***Und die Götter alleine wissen, warum eine andere Firma das hätte tun wollen. Ganz ehrlich. Nun, vielleicht wegen der offenbar höchst gleichmütigen Kunden.

****Seit Jahren eigentlich schon nicht mehr, jedenfalls in einem Raketenlabor von der Größe dessen, in dem ich werktäglich forsche.

2008-01-15

Lyrische Intermission

Wer hier glaubt, ich sei verschollen,
der hat damit gänzlich Recht.
Ich würde gerne schreiben wollen mögen,
doch die Zeit dafür ist ziemlich schlecht übel.

Auch würd' ich gern' mal wieder lesen,
was ihr da draußen von euch gebt,
doch zu meines Leides Wesen Peches Vollkommenheit
mein Chef mir an den Sohlen klebt ständig neue Forschungsauträge aufdrückt*.

Drum hofft mit mir auf bess're Zeiten,
mit mehr Muße und Ideen,
dann werde ich euch Freud' bereiten hoffentlich weiterhin nicht verschrecken,
und ihr wieder mehr von mir seh'n hör'n.

___________________
*Nicht ganz zu Unrecht, schließlich forsche ich ja auch für ihn.

2008-01-08

Kidnapping Eugen (5)

"Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er spricht", sagte Eugen zu dem Mädchen mit dem Tonkrug.

"Macht nichts", sagte das Mädchen. "Serben bringen Glück."

Eugen stieß leidenschaftlich den Brunftschrei eines lappländischen Rentieres aus. "Man soll immer aufröhren, wenn man am schönsten ist", fügte er hinzu.

"Reden ist Silber, Schreien ist Gold", erwiderte das Mädchen.

"Ganz recht, und der Spatz an der Wand ist besser als der Taube vom Bach", säuselte Eugen das Mädchen mit dem Tonkrug an.

"Komm' jetzt, Eugen, wir müssen weiter", rief Manni dem vor sich hin fabulierenden Eugen zu.

"Ach, Eugen", seufzte der sprechende Tonkrug.

2008-01-07

Tanze für mich, dicker Koch

Gerade, als ich die ziemlich attraktive junge Dame an der Bar auf einen alkoholhaltiges Getränk einladen wollte, trat Alfonso, der dicke Koch, aus der Küche und hinter die Theke. Alfonso, der dicke Koch, stahl damit nicht nur mir die Aufmerksamkeit der ziemlich attraktiven jungen Dame, sondern auch allen anderen Anwesenden mit seinen überfunktionalen Schweißdrüsen die Luft zum Atmen.*

Mit androstenongeschwängerter Stimme hauchte die ziemlich attraktive junge Dame ein "Tanze für mich, dicker Koch!" in sein ziemlich behaartes Ohr. Alfonso, der dicke Koch, warf nach einer gefühlten Äone Blick und Arme in den von der Raumdecke verborgenen Nachthimmel und tänzelte wie ein junger Gott von hinter der Theke in die Küche, und von der Küche mit einem hölzernen Kochlöffel zwischen den Zähnen vor die Theke, um die ziemlich attraktive junge Dame in seinem vielfach erprobten Tangowürgegriff dahinschmelzen zu lassen.

Noch während Alfonso, der dicke Koch und die ziemlich attraktive junge Dame Arm in Arm in einen ziemlich verschwitzten Feierabend entschwebten, rief ich den beiden ein "Pah, Tangowürgegriff!" hinterher. Dass ich einen Elefanten noch viel besser zeichnen konnte als Alfonso, der dicke Koch, behielt ich für mich.

"Zeichnest du einen Elefanten für mich?" fragte Harry, der Barmann und zwinkerte mir zu.

"Na gut", sagte ich und zeichnete ihm den zweitbesten Elefanten, der jemals von Menschenhand gezeichnet wurde, auf eine nur halb durchweichte Serviette.

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*Nun, wenigstens den angenehmen Teil der Luft.