scheibster.de - Bekenntnisse eines Raketenwissenschaftlers
signalfeuer.

2006-08-30

Ears are burning

Heute abend hat meine Freundin es gemerkt. Verflixt.

Alles fing an mit einem harmlosen: "Du, Schatz, dein rechtes Ohr glüht."

Da konnte ich es nicht länger verheimlichen. Es ist wahr: Ich leide unter Phönix-Ohren.* Irgendwann werden sei ganz heiß, fangen an zu brennen und zerfallen schließlich zu Asche.

Und richtig geraten: Aus der Asche wächst dann ein neues Paar Ohren. Das ist dann ungeschickt, wenn die Asche versehentlich zu Boden oder sonstwohin gefallen ist. Als Brillenträger ist man erst recht gestraft, denn Phönix-Ohren sind mindestens zwei Wochen so klein, dass sie die Brillenbügel nicht ordentlich halten. Manchmal kokeln sie beim Abfackeln meine Haare an, die kleinen Biester. Im besten Fall rieche ich dann wie ein Fön, der eine halbe Stunde lang gelaufen ist.

Wie das ist, wenn die Ohren mal wieder seitenverkehrt anwachsen, will ich gar nicht erst erzählen. Schaut man in den Spiegel, will man sich unweigerlich umdrehen, weil man denkt, dass man falsch herum steht. Und die Leute erst. Gucken mir immer auf meine Ohren.

Alle nicht Betroffenen mögen daraus lernen: Bitte nicht immer nur auf die Ohren starren. Ich habe auch Nasenflügel.

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*Hört, hört.

Kommentare:

Oles wirre Welt hat gesagt…

Fliegen Deine Phoenixohren dann mit den Nasenflügeln aus der Asche der verbrannten Stadt davon, nachdem sie sich wiedergeboren haben? :)

Scheibster hat gesagt…

Das würden Sie gerne. Aber meine Nasenflügel und meine Ohren vertragen sich nicht so gut.

In all den Jahren haben meine Nasenflügel meine Ohren keines Blickes gewürdigt. Immer nur Nasenrümpfen.