scheibster.de - Bekenntnisse eines Raketenwissenschaftlers
signalfeuer.

2006-08-31

Go ahead, punk. Make your own day.

"This boy is our last hope." - "No. There is another."

Bösartigkeit ist schlecht für alte Männer, heißt es. Das gibt mir Hoffnung für meinen alten Vermieter. Auf der anderen Seite müsste er eigentlich schon lange seiner Bösartigkeit erlegen sein, wenn das wirklich wahr ist.

Also, genießt die Sonne und seid lieb!

2006-08-30

Black Box Jukebox (3)

Kleine Kinder scheinen derzeit auszuschwärmen. Der Ole hat erst kürzlich von einem putzigen kleinen Jungen im Bus, dem Gewiwitter und dem Glitzergleiter berichtet. Heute abend in der S-Bahn ist mir etwas Ähnliches widerfahren.

Ein etwa Fünfjähriger und seine ihn auf seiner Reise nach Kassel begleitende Oma setzen sich mir gegenüber. Nachdem der Kleine seine Umgebung inklusive mir zunächst einige Minuten skeptisch betrachtet hat, zeigt er, dass er schon viel von den Erwachsenen gelernt hat, und dass er lispelt.*

"Oma, holft du mal die Fokolade auf der Taffe, die fmilft fonft."
"Aber bei den Temperaturen doch nicht. Da schmilzt Schokolade nicht", sagt die Oma und kramt aber bereits in der Tasche.
"Doch. Hol' die mal rauf. Die fmilft sonft."


Das wiederum brachte mir eine Erinnerung zurück, wegen der das hier zur Black Box Jukebox wurde. Im Mai letzten Jahres saßen (unter anderen) der Klapsenschaffner und meine Wenigkeit in einem Zug nach Düsseldorf. In Hörweite von uns stand ein kleiner Junge, offenbar mit seiner Mama.

"Mama?! Mama, wenn wir umziiiehn... Wenn wir umziehn... Mama, wenn wir umziiiehn.. Mama?! Mama, wenn wir umziehn..."

Fünf Sekunden Pause. Ein Moment der Ruhe, der Kontemplation und des allgemeinen kosmischen Friedens.

"Mama?! Wenn wir umziiiehn..."

"Jetzt stell' endlich deine beschissene Frage!" hätte der Klapsenschaffner in diesem Moment gerne gerufen. Ich finde es immer noch schade, dass er es nicht getan hat.

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*Alternativ zum "f" für gelispelte "s" hätte ich auch ein "th" (ti-äitsch) setzen können. Wäre lautgetreuer gewesen, hätte aber auch keine Sau lesen können.

Ears are burning

Heute abend hat meine Freundin es gemerkt. Verflixt.

Alles fing an mit einem harmlosen: "Du, Schatz, dein rechtes Ohr glüht."

Da konnte ich es nicht länger verheimlichen. Es ist wahr: Ich leide unter Phönix-Ohren.* Irgendwann werden sei ganz heiß, fangen an zu brennen und zerfallen schließlich zu Asche.

Und richtig geraten: Aus der Asche wächst dann ein neues Paar Ohren. Das ist dann ungeschickt, wenn die Asche versehentlich zu Boden oder sonstwohin gefallen ist. Als Brillenträger ist man erst recht gestraft, denn Phönix-Ohren sind mindestens zwei Wochen so klein, dass sie die Brillenbügel nicht ordentlich halten. Manchmal kokeln sie beim Abfackeln meine Haare an, die kleinen Biester. Im besten Fall rieche ich dann wie ein Fön, der eine halbe Stunde lang gelaufen ist.

Wie das ist, wenn die Ohren mal wieder seitenverkehrt anwachsen, will ich gar nicht erst erzählen. Schaut man in den Spiegel, will man sich unweigerlich umdrehen, weil man denkt, dass man falsch herum steht. Und die Leute erst. Gucken mir immer auf meine Ohren.

Alle nicht Betroffenen mögen daraus lernen: Bitte nicht immer nur auf die Ohren starren. Ich habe auch Nasenflügel.

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*Hört, hört.

Zehn Minuten Ewigkeit

Gestern morgen hatte ich nach der ein oder anderen Erledigung zehn Minuten mehr Zeit, als ich gebraucht hätte, um meinen Zug pünktlich zu erreichen.

Wenig spektakulär, mag der ein oder andere jetzt denken. Mir schoss durch den Kopf, dass die zehn Minuten, die ich übrig hatte, an einem anderen Ort schicksalsentscheidend hätten sein können. Für einen verlängerten Moment des Abschieds. Für die richtigen Worte. Für ein paar vernünftige Gedanken.

Ich hätte meine zehn Minuten so gerne verschenkt, denn ich konnte mit Ihnen in jenem Moment nichts wirklich Nützliches anfangen.

Statt dessen stand ich am Bahnsteig in der Sonne und hörte Musik aus der Mobilkonserve. Das war ja prinizipiell auch in Ordnung, denn schließlich waren es meine zehn Minuten.

Trotzdem hat es sich seltsamer angefühlt als sonst.

2006-08-28

Erde an Scheibster

Es gibt bereits Beschwerden, ich würde nichts mehr schreiben. Stimmt auch. Ist im Moment ein wenig doof.

Wenigstens habe ich seit heute abend meine letzten verbliebenen (und nicht weitervermittelten) Habseligkeiten aus meiner alten Wohnung (die mit dem blöden Vermieter). Falls jemand einen echt tollen Kühlschrank mit Eisfach von Siemens in neuwertigem Zustand sucht, einfach mal bei mir melden. Hätte da günstig einen abzugeben. Und falls jemand ein neues Paar Arme für meine Freundin hat, bitte auch melden. Die musste nämlich mittragen.

Überhaupt sollte ein jeder die Musiktipps von Ole Cordsen gelesen und zu Herzen genommen haben. Der hat sich nämlich echt viel Mühe gegeben und eine Menge Gutes ausgegraben, was noch wenige kennen, aber viel mehr kennen sollten. Ich habe mir schon eine CD daraus erstellt, die im Moment hoch und runter dudelt.

Meine Freundin: "Das hatten wir doch heute morgen schon?!"
Ich: "Ja. Aber ich find's gut."

Danke, Ole.

2006-08-23

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil VI

Herr Jamaleddine hat Heißhunger und ist wahrscheinlich schwanger. Dabei hat er doch schon eine Tochter. Bestimmt hat er zuviel gezaubert. Radioaktivität hat echtes Überraschungspotenzial. Vor Strahlung sind wir in diesem Rakentenforschungslabor zwar gut geschützt, aber ich glaube, das Essen in der Kantine ist es nicht. Zu diesem Schluss muss man zwangsläufig kommen, wenn man die armen Gestalten sieht, die dort umherirren.

So ist es es auch wenig verwunderlich, dass die Raketenforscherkantine im Keller dieses Labors zu finden ist. Von draußen kann keiner sehen, was drinnen los ist, und eventuelle Opfer der Kochkunst sind im gleichen Moment schon unter der Erde. Bei einigen glaube ich jedoch, dass sie von eben dort kommen. Mir fehlen nur noch die Beweise.

Und apropos Keller: Dany, die das Männerballett trainiert, medizinisch wertvolles Voodoo beherrscht und dereinst Ärztin werden will, setzt im Keller tote Schweine wieder zusammen. Sagt sie wenigstens. Frankenschwein ist demnach nicht mehr nur ein Schimpfwort für einige Einwohner Bayerns. Wie auch immer: Ich sollte sie mal fragen, ob sie bei uns in der Kantine experimentieren möchte. Ich wäre sehr interessiert zu sehen, was sie dort alles zusammensetzen könnte.

Es scheint sich im übrigen zu lohnen, Raketenwissenschaftler zu kennen, wenn man ins Fernsehen möchte. Silke ist dieses Jahr 30 geworden. Darüber muss selbstverständlich das ZDF berichten.

Ich lasse mir damit noch bis zum 40. Zeit. Mit dem 30 werden, meine ich. Jaja, Raketenforschen hält jung.

Von wegen Kribbeln im Bauch...

Ich frage mich, ob es nicht schöner gewesen wäre, Grippe und Schnupfen zusammen zu bekommen. So heißt es: Fieber adieu, Schnupfen ahoi. Da muss ich mich doch glatt in Erinnerung an letzte Nacht an Pe Werner vergeifen.*


"Dieses Kratzen im Hals, das man niemals vergisst,
als wenn man zuviel alten Zwieback isst,
dieses Kratzen im Hals dient allenfalls
mich vom Schlaf abzuhalten bis morgens um vier..."


In diesem Sinne, Rotzfahnen raus und die Tastatur sichern!

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*Denkt doch, was ihr wollt.

2006-08-20

Saturday Night Fever

Bin arbeitgeberfreundlich am Freitagabend krank geworden. Konnte deswegen leider dem Leif nicht bei seinem Umzug helfen.

Musste dafür den ganzen Tag im Bett liegen und mich mit Fieberfantasien herumschlagen. Spätestens, wenn man Zombiedackel sieht und das Kopfkissen ein überdimensioniertes, rohes Hähnchenbrustfilet zu sein scheint, weiß man, dass etwas nicht stimmt.

Am Montag, wenn ich in mein Raketenlabor zurückkehren muss, geht es mir bestimmt wieder prächtig.

2006-08-19

"Love's A Raven When It Flies"

An dieser Stelle möchte ich heute etwas Werbung machen. Werbung für einen Musiker, der zwar in England und Irland bereits Star-Status hat, den außerhalb aber nur wenige kennen.

Zu wenige für meinen Geschmack, denn David Gray ist sicherlich einer der begabtesten Singer/Songwriter unserer Tage. Seit Anfang der Neunziger macht er Musik mit wenig aufwendiger Produktion, aber umso mehr Herz und Seele. Auf seinen frühen Alben sind zumeist nur er und seine Gitarre zu hören. Auf späteren Werken integriert er problemlos elektronische Elemente, ohne sich dabei in eine Schublade stecken zu lassen. Sein aktuellstes Album, "Life In Slow Motion", ist das erste, das aufwendigere Arrangements und echte Produktion zeigt.

Aber seien es die ersten, noch sehr puristisch anmutenden Stücke wie "Birds Without Wings" oder das schnörkeligere "Nos Da Cariad", David Gray bleibt sich mit seiner unterschwelligen Melancholie, seinen wundervollen Texten und seiner sehr eindringlichen Stimme stets treu.

Youtube sei Dank, denn unten kann ich eines seiner Lieder vorstellen, das, in ruhigen Momenten gehört, sehr gut die Magie des David Gray veranschaulicht: "The Other Side". Mir läuft jedesmal ein Schauer über den Rücken, wenn ich es höre. Das 2003er Album "A New Day At Midnight", von dem es stammt, sei als geeigneter Einstieg für Gray-Neulinge empfohlen.


David Gray - The Other Side

2006-08-15

Go ahead, punk. Make my day. Once more.

Es gibt Menschen, die gibt es gar nicht.

Jedenfalls dachte ich das bis vor kurzem. Einige von euch werden es erraten: Mein alter Vermieter hat sich noch einmal gerührt. In einem letzten Akt der Verzweiflung möchte er nun die Mietbürgschaft in Anspruch nehmen, die er einst von mir bekam und an die er sich auch bis Anfang 2007 klammern wird. Die verspätete Übergabe stellt er mir nun in Rechnung, und den Austausch des Waschbeckens im Bad.

Blöde nur, dass die Verantwortung für die verspätete Übergabe nicht geklärt ist, und das Waschbecken (korrekterweise) im Übergabeprotokoll nicht beanstandet worden ist.

Und noch viel blöder, dass ich bei der Bürgschaft das Recht der Einrede habe. Sprich: Wenn ich nicht zustimme, bekommt er keinen Cent ausgezahlt. Gut so. An mir wird er sich nicht mehr bereichern.

Das Schönste in seinem an die Bank gerichteten Schreiben ist jedoch die abschließende Passage, in der er sich an die Personalabteilung meines Raketenlabors* richtet. Alleine dafür hat er sich den "Triple A (AAA) - Award"** mehr als verdient. Er sei ihm hiermit verliehen. Und zwar mit Pauken, Trompeten, Ritterkreuz, Eichenlaub und Schwertern. Und Brillianten. Und Haarissen im Waschbecken, Flecken auf dem Teppich, und einem nicht ausreichend geputzten Kellerraum. Und meinem allergrößten Vergnügen.

Aber lest selbst.

Briefe, die die Welt nicht braucht

Mir bleibt damit nur die Hoffnung, dass der arme alte Abteilungspräsident a.D. bei der Nachricht, dass die Bank ihm kein Geld auszahlen wird, keinen Herzinfarkt erleidet. Oder zwei. Oder gar drei.

Nein, schön wäre das nicht.

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*Dieses Raketenlabor hat in meinem Falle ausnahmsweise auch eine Bankbürgschaft ausgestellt. Sehr nett, wie ich finde.
** Aufgeblasenes, altersstarrsinniges Ach-ihr-wisst-schon.


2006-08-14

Aus dem Leben eines Raketenwissenschaftlers, Teil V

Montag, 14. August im Jahre 2006 nach Christus.

Ein Tag, der die Menschheit verändern wird.

Herr Gottschalk, einer meiner Raketenwissenschaftlerkollegen, leitet erstmals erfolgreich die technische Übergabe eines Telefongesprächs ein.

Besser als jedes Fräulein vom Amt.

2006-08-11

Relativ subjektiv

Wenn ein Mensch, der in seinem gesamten Leben ausschließlich gelogen hat, an seinem Sterbebett sagt:

"Ich habe immer gelogen."

Lügt er dann oder sagt er die Wahrheit?

Gedankenwurstpresse

Mit manchen Gedanken ist es wie damals, als man mit den Dreiecksförmchen und den dazu nicht passenden runden, viereckigen oder sternförmigen Öffnungen in dem magischen Behälter der vieleckigen Förmchen kämpfte.

Man hat einen wirklich tollen Gedanken. Gelb. Glänzend. Man kann andere Kinder damit hauen. Oder ihn ansabbern und dann andere Kinder damit hauen. Oder vielleicht nur vor Ihnen damit prahlen. Schlichtweg faszinierend.

Aber der Gedanke mag sich nirgendwo so richtig reinpressen lassen, was man auch probiert. Kein Konzept gewährt ihm Zugang. Vielleicht hat der magische Behälter einen Baufehler, vielleicht hält man auch nur gerade die eigenen Wurstfinger über die richtige Öffnung.

Irgendwann wird man wieder nüchtern. Merkt, dass das Gelb eigentlich abscheulich ist und die Form eklig angesabbert. Fragt sich, warum die anderen Kinder einen so seltsam anstarren, und will es lieber gar nicht wissen.

Dann ist es an der Zeit, alles stehen und liegen zu lassen und laut zu fragen, ob denn wohl noch Kuchen da sei.

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Einen herzlichen Dank an Markus Quint für die Inspiration zu diesem Textfetzen.

2006-08-09

Verfahr im Gezug

Die Deutsche Bahn im Allgemeinen und der Rhein-Main-Verkehrsverbund im Besonderen sind nicht gerade wegen ihrer Pünktlichkeit bekannt. Nichtsdestotrotz ist es kein Jahrhundertereignis, dass ein Zug den Frankfurter Westbahnhof kreuzt.

Die Bahn weist trotzdem freundlicherweise darauf hin, dass dort mit dem Auftreten von Zügen zu rechnen sei.


Aha, kann ich da nur sagen.


Mir stellt sich angesichts dieser Informationsphilosophie die Frage, wo als nächstes ähnliche Warnungen auftreten.

Im Schwimmbad etwa: "Achtung: Wasser". Oder auf der Autobahn: "Achtung: Straßenverkehr". In der Metzgerei: "Achtung: Fleischwaren."*

Wenn jemand noch einen richtig tollen Hinweis dieser Art parat hat, mache ich eine "Eugen"-Geschichte daraus...

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*Angesichts der intellektuellen Kapazität so manchem Veganers vielleicht doch nicht so blöde.

2006-08-08

Von Lappensaugern und Wohnzimmersopranen (ohne Hupen)

Der Klapsenschaffner hat Angst vorm Wind. Weil der den Lappen aus seinem Fenster saugt.

An wolkigen Tagen wie diesem heute muss ich klar Schiff machen und die Brocken zusammenklauben, die einfach keinen eigenen Beitrag ergeben wollen. Dies ist somit meine "Der Widerspenstigen Zähmung". Und nur für Frau Su: Ganz viel in kursiv.

Unsere Zentrale zur Bearbeitung von Rechnungen für Raketenteile in Bratislava schrieb neulich Herrn Schmidt an. Und aus lauter Ehrfurcht vor dem Herrn Schmidt, der ja bekanntermaßen ein ganz schön guter Zauberer ist, haben sie das "M" vergessen. Herr Schidt plant noch immer an seiner furchtbaren Vergeltung.

Schidt happens. (Der war zu billig.)

Man muss kleine Nettig- und Nebenbeiigkeiten nicht unnötig aufblasen. In der Kürze liegt die Würze, und im Phrasenschwein nun fünf Euro mehr.

Meine Freundin musste bei unserem letzten "SingStar"-Duell feststellen, dass ich höher singen kann als sie.
--> Falsetto-Man schlägt wieder zu: Ich bin einfach die bessere Nena.

Aber keine Angst, das kommt nicht von körperlichen Mängeln meinerseits* oder von übertriebenem Nikotin- und Alkoholgenuss meiner Freundin**. Nein, das ist so, weil ich 1986-1988 in der ersten Stimme im Unterstufenchor war. Bei Herrn Ciba.

Außerdem glaubt meine Freundin, dass ich unsere Nachbarn bezahle, damit sie vor unserem Fenster stehen. Gut, dass wir bald in Urlaub fahren und sie ein wenig Erholung bekommt. Wer weiß, wo das noch endet. "Guten Tag, Herr Scheibster, Ihre Frau K. war eben bei uns und hat Geld zurückverlangt, dass Sie uns gegeben hätten, damit wir vor Ihrem Fenster stehen."

Besser nicht.

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*Ganz gewiss nicht.

**Es sei denn, sie macht das heimlich. Ich sollte das überprüfen.

2006-08-07

Staffellauf

Es wäre sonst auch langweilig geworden: Endlich wieder ein Fragenkatalog, dieses Mal jedoch ein blogspezifischer. Den hier fülle ich auf Wunsch des Klapsenschaffners aus.
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Warum bloggst Du?
Dazu gebracht hat mich die Tatsache, dass ich ohne Anmeldung in diesem Blogverein keine Kommentare beim Klapsenschaffner hinterlassen durfte. Die näheren Beweggründe habe ich hier bereits dargelegt.

Seit wann bloggst Du?
Seit April 2006.

Selbstportrait:
Ich bin wie ich bin, bin ich. Raketenwissenschaftlern mit Hang zu Musik mit Steinen drin, unpolitischen Blogbeiträgen und universalem Schwachsinn.

Warum lesen Leute Deinen Blog?
Einige, weil ich sie dazu nötige. Andere vielleicht aus Versehen. Dann gibt es da noch die Phantom-Leser, die nie kommentieren. Ich sollte mal eine Umfrage starten. Damit werde ich die Heimlichen aber auch nicht aus der Reserve locken.

Welches war die letzte Suchanfrage, über die jemand auf Deine Seite kam?
Wie in aller Welt bekomme ich das heraus?!? (Die erste hilfreiche Antwort wird prämiert und diese Antwort dann ergänzt.)

Welcher Deiner Blogeinträge bekam zu Unrecht zu wenig Aufmerksamkeit?
Da ich die Aufmerksamkeit nur anhand der Antworten zählen kann, und die Statistik aufgrund der insgesamt noch recht beschaulichen Lesergemeinde nicht verlässlich ist, sage ich mal: Dieser hier.

Dein aktuelles Lieblingsblog?
Wenn man die Vetternwirtschaft mal außer Acht lässt, ist es das Werk vom Herrn Grob, auf dass ich immer wieder gerne zurückkomme. (Jetzt nicht enttäuscht sein. Es gibt vieles Interessantes dort draußen, aber die Frage ist eben so doof gestellt.)

Welches Blog hast Du zuletzt gelesen?
Das vom Klapsenschaffner. Deswegen ja auch der Fragebogen.

Wie viele Feeds hast Du gerade abonniert?
Solche Schweinereien mache ich nicht. Nicht, weil ich nicht weiß, wie's geht, nein, weit gefehlt! Ich finde "persönliche" Besuche einfach erfüllender.

An welche vier Blogger gibst Du das Stöckchen weiter und warum?
1. Frau Schroth, auf dass endlich mal Inhalt ihren Blog befülle
2. Frau Su, weil die schon lange keinen Fragebogen mehr ausgefüllt hat
3. Herrn Grob, weil mich die Antworten einfach interessieren
4. Frau Diva, damit sie nach ihrem Urlaub gleich etwas zu tun hat
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Damit hat der Scheibster seine Schuldigkeit getan. Haut rein!

2006-08-03

Der Apfelwein fällt nicht weit vom Stammtisch

Gestern abend war ich in einem alteingesessenen Gasthof in einem Nachbarort. Das ist dort, wo Jan und ich vor kurzem feierten. Währen mir ein wenig blümerant wurde, als ich die Rechnung für eben jene Festivität sah, hat mich eine Sache davon abgelenkt und in eine freudige Nachdenklichkeit über Heimatverbundenheit versetzt.

Das Schild am Stammtisch.


"Häi setze däi, däi immer häi setze"* - Das gerollte "R" in "immer" lässt sich leider nicht schreiben. Warum auch? Wo dieses Schild hängt, wird es ja ohnehin gerollt.

Ich hatte ziemliche Mühe, angesichts des so versprühten rustikal-hessischen Charmes nicht gleich einen Sauergespritzten zu bestellen. Auch wenn ich noch viel mehr von der Welt sehen will, als ich das bisher getan habe: Heimat ist etwas Tolles.

Und wer jetzt behauptet, Apfelwein schmecke blöde und ich sei einfach nur ein langweiliges Landei mit Hang zu Sentimentalität und Lokalpatriotismus, der ist ein Spielverderber.

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*"Hier sitzen die, die immer hier sitzen."

2006-08-01

Alles vergebens

Da habe ich doch von meinem virtuellen Fensterbrett aus etwas Neues entdeckt.

Sollte es Menschen geben, die jahrelang gegen Vorurteile wie "Frauen shoppen gerne, vor allem Schuhe, vielleicht auch noch in Stilettos" oder "Frauen sind versessen auf die Produkte der großen Mode-Designer" oder "Frauen mögen gerne alles in rosa und pink" oder "Frauen reden gerne und viel und vor allem ohne Punkt und Komma" oder "Frauen gehen gerne zu Douglas (auch wegen der feschen Wachmänner davor)" gekämpft haben: Es ist alles vergebens.

Ja, Frau Diva schafft es in einem Blogbeitrag beinahe alle diese Klischées zu bestätigen, und hat alleine deswegen eine Erwähnung an dieser Stelle verdient.

Und der Pretty in Pink-Award des Monats geht an...Aber jetzt aber glaubt, ich reite hier selbst auf Klischées und der armen Frau Diva herum, der irrt sich. Denn nicht alle Klischées finden sich bestätigt.* So ist z.B. das Layout höchstselbst designt und wechselt auch fröhlich. Ortografie und Grammatik sind nichts, was anderen passiert, und mit Bildbearbeitung kennt sich Frau Diva auch bestens aus. Weiter gehende Urteile mag ich (noch) nicht zu fällen, aber einen zweiten Blick ist das Werk allemal wert.

Vielleicht kann ich der Menschheit noch etwas Gutes tun und sie sanft darauf hinweisen, dass das Zwangsklicken von Java-Messages nicht gut für den Kreislauf von Web-Senioren wie mir ist. Weil es mit der Unausweichlichkeit von Klingelton-Werbung auf Musiksendern einiges gemein hat.

Wie auch immer, wer von viel Rosa und Pink keinen Augenkrebs kriegt, sollte reinschauen und den liebevoll-ironischen Umgang mit den vielen Klischées genießen.

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*Auch Frau Diva besteht darauf.